Meta-Position

Die Meta-Position ist die dissoziierte Beobachterposition (siehe: Dissoziation). Sie ist eine Position, von der aus du über eine bestimmte Situation oder andere Positionen (zu dir selbst oder anderen Menschen) reflektieren kannst.

Um die Meta-Position einzunehmen, stell dir einfach vor, du bist völlig unbeteiligt an einem Geschehen (z. B. an einem Konflikt) und blickst darauf, aus einer größeren Distanz. Sei z. B. für einen Moment die „Spinne an der Wand“ oder stell dir vor, du betrachtest eine Situation aus der Vogelperspektive. Im Modell der Wahrnehmungs-Positionen ist die dritte Position die Meta-Position zu den ersten beiden. Sie ist der Aussichtsturm auf das eigene Verhalten und die eigenen Denkprozesse.

  • Worum geht es in dieser Situation?
  • Was gibt es dort zu sehen?
  • Zu hören?
  • Was sagen die beteiligten Personen?

Die Meta-Position ist im Modell des NLP die „objektivste“ Position (auch wenn es Objektivität in dem Sinne nie voll und ganz gibt). Sie zeigt eher die unteren logischen Ebenen (vgl. logische Ebenen), ist eher „bedeutungslos“.

Diese drei Positionen kommen z. B. im NLP-Format 123-Meta vor. In anderen Formaten wie dem Meta-Mirror wurden noch weitere Meta-Wahrnehmungspositionen ergänzt. So kann das Geschehen aus immer noch höheren Warten beobachtet werden.

Mehrfache Dissoziation wird genutzt, um sehr prägende Erlebnisse emotional abzuschwächen, bis sie soweit erträglich werden (vgl. visuelle Fast Phobia Cure), dass man mit ihnen arbeiten kann. Bei der mehrfachen Dissoziationen betrachtest du den Beobachter des Beobachters usw. Und dann kannst du dich schrittweise und nach einem Aufbau von Ressourcen der 1. Wahrnehmungsposition annähern.

Im Coaching kommt verschiedenen Beobachtungspositionen eine wichtige Bedeutung zu. Der Coachee kann selbstständig oder unter Anleitung eine gedankliche Beobachtungsposition einnehmen, von der aus er sein Thema betrachten und Schlussfolgerungen ziehen kann.

NLP fördert grundlegend die Fähigkeit, sich zu dissoziieren und assoziieren und die Zustände, die Meta-Positionen einzunehmen. Das wiederum fördert eine gelungene Kommunikation, die beinhaltet, auf Inhalte zu achten, Prozesse zu erkennen und zu zufriedenstellenden Kommunikationsergebnissen beizutragen.

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