Noam Chomsky

Noam Chomsky ist einer der bekanntesten amerikanischen Linguisten der Gegenwart. Er ist Sprachwissenschaftler und Sozialphilosoph, der durch die Verbindung von Linguistik, Kognitionswissenschaften und Informatik großen Einfluss auf die Entwicklung dieser Wissenschaftsdisziplinen genommen hat.

Er ist für die Entwicklung des NLP so bedeutsam, weil das Meta-Modell auf u. a. auf seine Forschungsergebnisse zur Transformationsgrammatik zurückgeht.

Auch die Entwicklung der Kognitionswissenschaften wurde durch Chomskys Kritik am Behaviorismus entscheidend unterstützt. Nach Chomsky liegt allen Sprachen eine gemeinsame Universalgrammatik zugrunde. Sie ist angeboren, jeder Mensch verfügt über sie. Noam Chomsky entwickelte die Transformationsgrammatik, die Regeln und Muster umfasst, von denen Menschen sich leiten lassen, wenn sie Sprache einsetzen, um ihre Erfahrungen sprachlich zu repräsentieren.

Kategorien von Regeln der Transformationsgrammatik

  1. Wohlgeformtheit: Ein wohlgeformter Satz ist vollständig und grammatikalisch richtig.
  2. Einheitenstruktur: Sätze lassen sich nach Einheiten, die zusammengehören, unterteilen.
  3. Logisch-inhaltliche Verbindungen: Zudem gibt es 5 Kriterien, um zu entscheiden, ob ein Satz logisch ist oder nicht:
  • Vollständig
  • Mehrdeutigkeit
  • Synonymität
  • Beziehungsindices
  • Vorannahmen

Die Oberflächenstruktur eines Satzes ist, was wörtlich gesagt wird. Die Tiefenstruktur ist ein inhaltlich vollständiger, wohlgeformter Satz. Die Transformation ist eine Übertragung des Satzes von der Tiefenstruktur hin zur Oberflächenstruktur. Wenn eine Tiefenstruktur mit mehr als einer Oberflächenstruktur verknüpft ist, ist dies eine Synonymitäts-Transformation.

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