Milton H. Erickson

„Life will bring you pain all by itself. Your responsibility is to create joy.“

Milton H. Erickson

Milton Hyland Erickson (* 5. Dezember 1901 in Aurum, Nevada; † 25. März 1980 in Phoenix, Arizona) war ein amerikanischer Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut, der die moderne Hypnose und Hypnotherapie maßgeblich prägte und ihren Einsatz in der Psychotherapie förderte.

Die NLP-Begründer, Richard Bandler und John Grinder, studierten und modellierten seine Arbeitsweisen, was Methoden aus dem NLP in vielerlei Hinsicht wesentlich geprägt hat. Sie haben die Art und Weise, wie Erickson mit hypnotischer Sprache arbeitete, in einem eigenen Modell, dem „Milton-Modell“, beschrieben.

Milton H. Erickson ist es zu verdanken, dass Hypnose in der Psychotherapie wieder häufiger eingesetzt wird, nachdem sie durch Sigmund Freuds Ablehnung lange Zeit in den Hintergrund gerückt war. Erickson entwickelte einen neuen Ansatz, der die Individualität betont und es daher notwendig macht, für jeden Klienten/Patienten einen besonderen Ansatz und Zugang zu finden. Damit stand Milton H. Erickson im Gegensatz zu den bis dahin standardisierten Methoden, die bis in die 50er und 60er Jahre vorherrschten. Erickson betont ferner die positive Rolle des Unbewussten. Anders als bei Freud ist für Erickson das Unbewusste eine unerschöpfliche Ressource zur kreativen Selbstheilung.

Das Unbewusste beinhaltet viele kaum genutzten Erfahrungen des Menschen Milton H. Ericksons Ansatz erhebt den Anspruch, die durch starre Denkmuster begrenzte Fähigkeit des Bewusstseins zu erweitern, indem der Hypnotiseur durch spezielle verbale und nonverbale Techniken es dem Unbewussten ermöglicht, die leitende Rolle einzunehmen. Zugleich soll es dem Bewusstsein ermöglicht werden, unbewusste Selbstheilungskräfte und kreative Ressourcen zu nutzen.

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