Six-Step-Reframing

Das Six-Step-Reframing wurde von Richard Bandler und John Grinder aus dem Modeling von Milton Erickson und Virginia Satirs Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen entwickelt und ist eine bekannte Methode aus dem Bereich des neurolinguistischen Programmierens (NLP), welche es ermöglicht, Verhaltensgewohnheiten durch sechs Schritte zu betrachten und zu verändern.

Wenn wir jung sind, probieren wir verschiedene Verhaltensweisen aus und einige davon funktionieren. Wir behalten diese bei, auch wenn diese Antworten heute möglicherweise nicht mehr sinnvoll sind. Mit 5 einen Wutanfall zu bekommen, brachte uns vielleicht, was wir wollten, mit 55 wird es wahrscheinlich nicht mehr zielführend sein.

Die Methode des Six Step Reframings basiert auf den Konzepten:

  • Trennung von Absicht und Verhalten: Das Six Step Reframing liegt außerdem die Annahme zugrunde, dass hinter jedem Verhalten eine positive Absicht steckt und es kreative Anteile gibt, die neue Ideen generieren können.
  • dem Teilemodell im NLP
  • Verwendung von kreativen Ideen für neues Verhalten

Besonders effektiv ist es bei der Behandlung psychosomatischer Symptome, die sich dem Bewusstsein entziehen, da es ermöglicht, symptomproduzierende Teile zu identifizieren und die Unterscheidung zwischen Absicht und Verhalten herzustellen.

Die Schritte: Six-Step-Reframing

  1. Verhalten auswählen: Finde ein negatives Verhalten oder eine Reaktion, etwas, das Du lieber nicht tun oder fühlen würdest. „Welches Verhaltensmuster willst du verändern?“
  2. Kommunikation etablieren: Stelle eine Kommunikation mit dem Teil her, der das unerwünschte Verhalten oder die unerwünschte Reaktion verursacht. Frage diesen Persönlichkeitsanteil, ob er bereit wäre, bewusst mit Dir zu kommunizieren. Diese Kommunikation kann eine Empfindung irgendwo in Deinem Körper sein, ein Bild, eine Stimme oder ein Ton. Wenn Du ein Signal bekommst, danke dem Anteil für die Antwort.
  3. Positive Intention: Finde die positive Absicht. Frage den Teil: „Was willst Du für mich erreichen? Welche positive Intention versuchst Du für mich verwirklichen? Der Schlüssel hierbei liegt darin, den Unterschied zwischen der Absicht des Teils und der Art und Weise, wie er versucht, sie zu erreichen, herauszuarbeiten. Die Annahme, dass dieser Aspekt Deines Selbst eine positive Absicht hat, kann Rapport aufbauen und macht den Teil eher bereit, mit dir zusammenzuarbeiten.
  4. Kreativer Anteil: Bitte Deinen kreativen Teil um Hilfe, 3 alternative Wege zu finden, um dasselbe Ergebnis zu erzielen. Lasse den Teil diese neuen Wahlmöglichkeiten bewerten. Sind sie akzeptabel? Werden sie genauso gut oder besser als das vorherige Verhalten sein? Der Anteil muss wirklich bereit sein, sie für den nächsten Monat oder gegebenenfalls länger auszuprobieren. Der Schlüssel hier ist die Verhandlung. Wenn der Teil, mit dem unerwünschten Verhalten, mit diesen Alternativen nicht zufrieden ist, wird er sie wahrscheinlich nicht testen.
  5. Verantwortungsübernahme: „Bist Du bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen, die drei neuen Alternativen in dem entsprechenden Kontext anzuwenden?“ Durch diese Verantwortung, kannst Du sicherstellen, dass diese Alternativen auch in der Zukunft verwendet werden.
  6. Öko-Check: Überprüfe mit einem Ökologie-Check, ob es Einwände von anderen Anteilen gegenüber dem neuen Verhalten gibt. Wenn wir unsere alten Verhaltensweisen ändern, können wir andere Menschen und Aspekte von uns selbst beeinflussen. Sogar Änderungen, die wir für großartig halten, haben zum Teil unbeabsichtigte Auswirkungen. Mache dann einen Future Pace.

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