Milton-Modell

Dass Veränderungen nicht über das Bewusstsein laufen müssen, ist der Ausgangspunkt für die Arbeit mit dem Milton Modells. Das Milton Modell basiert auf den Sprachmustern von Milton H. Erickson. Es ist das 2. NLP-Sprachmodell, das oft als Umkehrung des Meta-Modells bezeichnet wird, weil es zu großen Teilen aus den umgekehrten Meta Modell-Fragen besteht. Miltonsprache hat die folgenden Ziele:

  • Menschen in Trance führen (transderivationale Suche nach Ressourcen)
  • In Trance kann der Mensch Lösungen für Probleme finden
  • oder zu Klarheit gelangen.
  • Außerdem zielt das Milton Modell darauf ab, Assoziationen wecken.

Das Miltonmodell bedient sich kunstvoll vager, unpräziser Sprache, um sich den inneren Erfahrungen des Gegenübers anzugleichen und Informationen aus der Tiefenstruktur der Sprache für ihn zugänglich zu machen. Dadurch wird dem Coachee die Möglichkeit gegeben, wieder Zugang zu seinen Ressourcen zu erhalten (transderivationale Suche).

Das Milton Modell hat vielfältige Möglichkeiten, Sätze voller Tilgungen, Verzerrungen und Verallgemeinerungen zu bilden. Der Zuhörer geht in die transderivationale Suche und findet die fehlenden Informationen in sich selbst und entwickelt so für das Gehörte eine eigene Bedeutung.

Die Sprachmuster in 6 Kategorien

  1. Tilgung
    Nominalisierungen, Vage Wörter, Vergleichstilgungen, allgemeine Tilgungen und fehlender Inhaltsbezug
  2. Semantische Fehlgeformtheit
    Unzureichende Kausalitäten, Gedanken lesen
  3. Verallgemeinerungen
    Anonymisierung, Verwendung von Universalquantoren, Modaloperatoren
  4. Vorannahmen
    Verben der Wahrnehmung, Scheinalternativen, Temporale Nebensätze, Verwendung von Ordnungszahlen
  5. Indirekte Auslöser
    Versteckte Fragen und Befehle, mehrfache Negationen, Analoges Markieren, Konversationspostulate
  6. Metaphern
    Metaphern, Zitate, Punktuelle Grenzüberschreitungen

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