Nominalisierung

Mach aus einem Verb oder Adjektiv ein Nomen (ein unbestimmtes Hauptwort) und du hast eine Nominalisierung.

Beispiele: Freude, Freiheit, Verstand, Selbstverwirklichung, Liebe, Erfolg …

… das alles sind Beispiele für Nominalisierungen. Diese Worte tun so, als wären sie Objekte. Sie „tun so“, weil es sie nicht wirklich gibt. Werte sind Nominalisierungen.

Aus lieben wird die Liebe, aus sich selbst verwirklichen Selbstverwirklichung, aus freuen wird Freude, aus hoffen wird Hoffnung, aus verstehen wird der Verstand usw.

Nominalisierungen wie Selbstverwirklichung haben keine unmittelbare Referenz in der Welt. Du kannst sie nicht anfassen, einpacken und in dein Auto laden. Wir können Selbstverwirklichung beispielsweise nicht sinne-spezifisch beschreiben, nicht anfassen. Das Wort wurde ausgehend von „selbst verwirklichen“ nominalisiert und zu einem Hauptwort gemacht. Nominalisierungen scheinen so, als wäre es möglich, darüber allgemeingültig reden zu können. Dabei bedeuten sie für jeden etwas anderes …

Deshalb hinterfragen wir Nominalisierungen im Meta Modell der Sprache:

  • Was genau bedeutet (z. B. Liebe) für dich?
  • Woran erkennst du (Liebe)?

So werden die Kriterien deutlich, anhand derer jemand abstrakte Konzepte (wie Liebe, Vertrauen, Hoffnung usw.) festmacht, und woran er erkennt, dass diese Werte erfüllt werden. Andersherum werden Nominalisierungen in der Hypnose und dem Milton-Modell einsetzt, um die Landkarte des Gegenübers zu pacen.

Beispiele für Metamodellfragen

Wir müssen einander mehr Vertrauen. → Was bedeutet Vertrauen für dich?

Ich will mehr Freiheiten. → Was verstehst du unter größeren Freiheiten?

Das Projekt muss ein Erfolg werden. → Was ist Erfolg für dich?

Ich will Liebe. → Was ist Liebe für dich?

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