Ablauf einer schamanischen Sitzung: Was wirklich passiert

Eine schamanische Sitzung beginnt nicht mit der Trommel, sondern mit einem Gespräch — und genau das überrascht die meisten. Der Ablauf hat drei Teile: ein ehrliches Vorgespräch über dein Anliegen, die eigentliche Heilarbeit, während der du vor allem ruhst, und ein Nachgespräch, in dem du erfährst, was geschehen ist. Du musst nichts glauben, nichts leisten und nichts können. Hier ist der komplette Ablauf — so, wie er in meiner Praxis tatsächlich stattfindet.

Der Ablauf auf einen Blick

PhaseWas passiertDeine Aufgabe
1. VorgesprächDu erzählst, was dich herführt; gemeinsam klären wir, welche Arbeit passt (Seelenrückholung, Krafttierarbeit, energetische Reinigung …)Ehrlich sein — du kannst nichts Falsches sagen
2. HeilarbeitDie Praktikerin geht in die schamanische Reise und arbeitet mit ihren Verbündeten für dich — vor Ort oder als FernsitzungLiegen, atmen, wahrnehmen — mehr nicht
3. NachgesprächDu erfährst in klaren Worten, was getan und was gefunden wurde, und bekommst Hinweise für die IntegrationAlles fragen — keine Frage ist zu klein

Phase 1: Das Vorgespräch — wichtiger, als du denkst

In meinen Sitzungen dauert das Vorgespräch oft länger, als Klientinnen erwarten — und das ist Absicht. Was du hier benennst, entscheidet über die Arbeit: Erschöpfung, die nicht weichen will, ist ein anderes Thema als wiederkehrende Beziehungsmuster oder Trauer. Du brauchst keine fertige Diagnose mitzubringen. „Ich fühle mich seit Jahren nicht mehr ganz da“ ist ein völlig ausreichender Anfang. Hier erklärt dir eine seriöse Praktikerin auch, was sie tun wird und warum — wer ohne Gespräch direkt ins Ritual startet, arbeitet auf Verdacht.

Phase 2: Die Heilarbeit — wie fühlt sich das an?

Unspektakulärer als im Film, berührender als erwartet. Die Praktikerin geht — meist begleitet von Trommel oder Rassel — in einen leichten Trancezustand und reist für dich: um zurückzuholen, was verloren ging, zu lösen, was nicht zu dir gehört, oder dein Energiefeld zu klären. Du selbst liegst dabei bequem, mit geschlossenen Augen.

Was Klientinnen berichten: tiefe Wärme oder wohlige Schwere, innere Bilder und Erinnerungen, die von selbst auftauchen, Wellen von Gefühl — Tränen ohne Traurigkeit sind erstaunlich häufig — oder schlicht die tiefste Ruhe seit Monaten. Manche spüren im Moment wenig und merken die Veränderung erst in den Tagen danach. All das ist normal. Es gibt kein richtiges Erleben.

Bei einer Fernsitzung läuft die Arbeit genauso — du liegst zu Hause mit Kopfhörern, während die Praktikerin für dich reist. Die Heilarbeit geschieht in einem Bewusstseinszustand, nicht in einem Raum; deshalb biete ich meine schamanischen Heilsitzungen persönlich in Portugal und online an.

Phase 3: Das Nachgespräch — wo die Heilung im Alltag ankommt

Nach der Heilarbeit erfährst du in klaren Worten, was geschehen ist — keine Rätsel, keine Nebelsprache. Und dann kommt der Teil, den fast alle unterschätzen: die Integration. Eine Sitzung öffnet eine Tür; hindurchgehen geschieht in den Tagen und Wochen danach. Nach meiner Erfahrung tauchen die wichtigsten Fragen zwei, drei Tage später auf, wenn der Alltag den neuen Zustand berührt — deshalb gehört das Nachgespräch bei mir fest zu jeder Sitzung.

Die Nachsorge ist einfach: viel Wasser, einen ruhigen Abend, Schlaf, wenn er kommt (er kommt oft), und ein bis zwei Tage Nachsicht mit dir selbst. Wenn in den ersten Tagen Gefühle hochkommen, ist das der Prozess — kein Zeichen, dass etwas schiefging.

So bereitest du dich vor — die kurze Checkliste

  • Plane ein ruhiges Zeitfenster — keine Termine direkt davor oder danach
  • Für Fernsitzungen: Kopfhörer, stabiles Internet und ein Ort, an dem du ungestört liegen kannst
  • Bring einen ehrlichen Satz mit, warum du kommst — mehr Vorbereitung braucht das Vorgespräch nicht
  • Verzichte am Vortag auf Alkohol und komm so ausgeruht, wie dein Leben es erlaubt
  • Glauben musst du nichts — Neugier genügt

Häufige Fragen zum Ablauf

Wie lange dauert eine schamanische Sitzung?

Meist ein bis zwei Stunden inklusive Vor- und Nachgespräch. Tiefere Arbeiten wie Seelenrückholung oder Ahnenarbeit können länger dauern oder auf mehrere Termine verteilt werden.

Bin ich während der Sitzung in Trance?

Nein — in die Trance geht die Praktikerin, nicht du. Du bleibst die ganze Zeit ansprechbar, kannst jederzeit sprechen oder unterbrechen, und nichts geschieht ohne dein Einverständnis.

Muss ich an Schamanismus glauben?

Nein. Offenheit genügt. Viele meiner Klientinnen kamen skeptisch — Skepsis blockiert die Arbeit nicht.

Ist es normal, während der Sitzung zu weinen?

Völlig. Tränen während oder nach der Heilarbeit gehören zu den häufigsten Reaktionen — sie fühlen sich meist lösend an, nicht traurig.

Was kostet eine schamanische Sitzung?

In Deutschland meist 100–200 Euro für eine komplette Sitzung. Echte Preisbeispiele und die Warnsignale bei Preisen findest du in meinem Artikel Was kostet eine schamanische Heilsitzung?

Wenn du spürst, dass es Zeit ist: Auf meiner Seite zu den schamanischen Heilsitzungen kannst du ein kostenloses Erstgespräch buchen.

Zur Einordnung: Schamanische Arbeit ergänzt ärztliche und psychotherapeutische Behandlung — sie ersetzt sie nicht.

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